Dicke Post
Letzte Woche kam Post aus Bern. Wahrlich «dicke» Post. Die 1086 Seiten umfassende Botschaft des Bundesrates über das Paket «Stabilisierung und Weiterentwicklung der Beziehungen Schweiz-EU (Bilaterale III)». Das ist aber nur die Botschaft des Bundesrats. Das eigentliche Vertragspaket umfasst nochmals 2'228 Seiten. Dazu kommen nochmals 2929 Seiten Schweiz-spezifische und 17968 Seiten. EU-spezifische Sekundärerlasse.

Es wird immer enger und enger in der Schweiz. Für einmal ist diese Feststellung nicht auf die Zuwanderung aus dem Ausland gemünzt, sondern vielmehr auf die innerstaatliche Regulierung, die wir selbst produzieren und damit unsere Wirtschaft, unser Privates, unser Leben insgesamt, tagtäglich mehr und mehr strangulieren.
In der Sommersession der eidgenössischen Räte im Juni 2025 wurde eine wichtige Debatte angestossen. Jene zur Besteuerung von Ehepaaren und Familien. «Abschaffung der Heiratsstrafe» rufen die Einen. «Bewahrt die Familien als Grundpfeiler unserer Gesellschaft» die Anderen. Entscheiden wird der Souverän in der mit Sicherheit spannenden Volksabstimmung.
Die Liste der Krisen, in die uns die Politik geführt hat, ist lang: Corona, Ukraine, Energie, Prämien, Inflation. Und jetzt auch noch eine globale Finanzkrise? Erschreckend dabei: Je heikler es wird, umso höher die Politik, desto weniger sollen die Bürger mitreden. Es reicht, wenn sie zahlen.